Stromanbieter

Als Stromanbieter werden Unternehmen bezeichnet, welche Strom für die Versorgung sowohl privater als auch öffentlicher Einrichtungen, der Wirtschaft und des Dienstleistungssektors bereit stellen. In Deutschland teilen sich mehrere Stromanbieter den Markt, welche neben dem herkömmlich erzeugten Strom aus nicht erneuerbaren Quellen auch zunehmend den sogenannten Ökostrom bereitstellen.

Arten der Stromanbieter
In Deutschland sind mehr als 900 unterschiedliche Stromanbieter am Markt. Sie speisen alle ihr Produkt in den sogenannten Stromsee, wie das Stromnetz auch bezeichnet wird, und die Verbraucher entnehmen dann den Strom dort, wo sie ihn benötigen. Diese Unternehmen arbeiten entweder auf gemischt wirtschaftlicher Basis oder begründen sich auf der öffentlichen und privaten Ebene.

Die Aufgaben der Stromversorger beziehen sich sowohl auf den Verkauf von elektrischem Strom, dessen Erzeugungsumfang, die Nutzung von Erstquellen und eine spezielle Organisation der Beteiligung auf dem Markt. Daneben schließen sich Tätigkeiten wie Marketing, Werbung und eine entsprechende Preispolitik innerhalb des stetigen Konkurrenzkampfes an.

Die Strukturierung des deutschen Strommarktes sieht so aus, dass vier bedeutende Stromanbieter präsent sind. Dazu gehören die RWE mit dem Sitz in Essen, das Unternehmen E.On in Düsseldorf, das in Berlin ansässige Unternehmen Vattenfall und EnBW in Stuttgart. Daneben stellen etwa 50 Lieferanten, welche sich nur mit der Erzeugung von Strom beschäftigen, den Verbrauchern elektrischen Strom bereit. Für einzelne Regionen sind 60 Versorgungsunternehmen zuständig und 25 größere Stadtwerke liefern ebenfalls dieses Produkt. Die Zahl der privaten Lieferanten beläuft sich schätzungsweise auf 100. Die Anzahl neuer und eher noch unbekannter Stromanbieter auf dem freien Markt nimmt ständig zu.

Vorteile neuer Stromanbieter

Der Markt wird durch das Auftreten neuer Stromanbieter belebt, der Konkurrenzkampf und der Wettbewerb um die Kunden verschärft. Dies schlägt sich unmittelbar in der Preispolitik nieder, welche den Kunden zugutekommt, Stichwort BilligStrom. Der Wettbewerb unterliegt verschiedenen Prozessen, wie zum Beispiel der Vereinigung einiger kleinerer Unternehmen. Neben der Fusion wurden zudem bekannte Stadtwerke von größeren Anbietern aufgekauft. Diese Maßnahmen führten dazu, dass der Strompreis auf dem Markt relativ stabil war und die Versorgung der Abnehmer einer zuverlässigen Sicherung unterlag.

Im Gegensatz dazu meldeten einige neue Anbieter Insolvenz an. Dies löste bei den meisten Verbrauchern Sorge aus, da sie befürchteten, keinen Strom mehr beziehen zu können. Mittlerweile sind auch junge Unternehmen am Markt überlebensfähig geblieben, haben sich etabliert und gehören ebenfalls zu den bekannten Stromanbietern. Dazu zählen zum Beispiel TelDafax, Yello oder FlexStrom. Sie bestimmen maßgeblich die tarifliche Entwicklung und gestalten diese aktiv. Dies drückt sich zudem in dem zunehmenden Kundenstrom aus, da diese Unternehmen auch Ökostrom zu relativ vorteilhaften Konditionen vertreiben.

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